Chiptuning / Chipupdate und was dahinter steckt:

Um zu verstehen, was beim Chiptuning geschieht, ist es notwendig zu wissen, wo und wie optimiert wird. Die Optimierung wird ausschließlich im Motorsteuergerät durchgeführt, das heißt, der Motor selber wird nicht modifiziert, sondern nur der Chip (EPROM), der für das Motorenmanagement zuständig ist. Die Originalsoftware wird von uns optimiert und auf einem neuen Chip gespeichert. Das heißt, der ursprüngliche Chip mit den Originaldaten bleibt erhalten und wird dem Kunden selbstverständlich wieder ausgehändigt. Bei neueren Fahrzeugen wird natürlich die Originalsoftware über den OBD Stecker ausgelesen und wieder über OBD programmiert. Auch die neuesten Generationen von Steuergeräten können über OBD programmiert werden.

Funktionsweise des Motorsteuergerätes (ECU):

Das Motorsteuergerät besteht im Grunde aus einem oder mehreren kleinen Hochleistungsmikrocomputern, die für verschiedene Regelungsaufgaben die Werte bestimmen und einstellen. Der Mikrocomputer arbeitet ein Programm ab, das fest im Speicher (EPROM = Chip) abgelegt ist. Die Hauptaufgabe ist bei Benzin-Motoren die Bestimmung der angeforderten und maximal möglichen Einspritzmenge. Da das Verhältnis Luft/Treibstoff genau stimmen muss, damit der Katalysator einwandfrei arbeiten kann, hängt die Einspritzmenge von der angesaugten Luft ab.

Weiterhin muss der Zeitpunkt bestimmt werden, in dem das komprimierte Gemisch gezündet wird. Erfolgt die Zündung zu spät, steigt der Verbrauch, erfolgt sie zu früh, fängt der Motor an zu klopfen. Zusätzlich löst das Motormanagement noch viele weitere Aufgaben…..

Bei modernen Dieselmotoren wird die Einspritzmenge in Abhängigkeit von angesaugter Luftmasse, Luftdruck, Außentemperatur, Drehzahl und Last bestimmt. Diese ist nötig, um vorgeschriebene Abgasnormen zu erfüllen. Außerdem muss bei Turbofahrzeugen Ladedruck und das Ladevolumen des Turboladers last- und drehzahlabhängig exakt bestimmt werden. Die zur Steuerung notwendigen Daten sind ebenfalls im Eprom gespeichert. Aus diesen abgelegten Daten (Kennfelder) errechnet das Motorsteuergerät die zu einem bestimmten Last-Drehzahlpunkt mögliche oder geforderte Einspritzmenge.

Motorsteuergeräte und ihre Aufgaben:

Die rasante Entwicklung der Technologie in den letzten 2 Jahrzehnten hat natürlich auch vor dem Automobil nicht halt gemacht. Selbstverständlich profitiert die Autoindustrie in großen Maße von den neuen Technologien, die im Endeffekt besonders uns Endverbrauchern zu Gute kommt. Am besten merken wir dies in leistungsstarken Automobilen mit geringem Verbrauch, tollem Fahrverhalten und großer Sicherheit. Heutzutage werden moderne Fahrzeuge vom Hersteller fast ausschließlich mit elektronischen Motormanagement-Systemen ausgerüstet, ganz gleich, ob es sich um die einem Vergaser ähnliche Zentraleinspritzung oder um die weitaus effektivere Multiport- Einspritzung, bzw. um eine Dieseldirekteinspritzung mit Common-Rail Verfahren mit Ladedruckregelung handelt.

Die wichtigste Entwicklung auf diesem Gebiet ist das Motorsteuergerät (ECU = Electronic Controll Unit). Das Motorsteuergerät ist für das gesamte Motormanagement verantwortlich und kontrolliert, steuert und regelt alle wichtigen Funktionen des Fahrzeuges. Dies geschieht unter Berücksichtigung des jeweiligen Lastzustandes des Motors in Abhängigkeit der Drehzahl und Umgebungsverhältnisse (Außentemperatur, Luftdichte, Motortemperatur, etc). Das alles wird durch die Erfassung der Betriebs- und Fahrdaten durch entsprechende Fühler und Sensoren, die beispielsweise Drücke, Temperaturen, Drehzahl, Geschwindigkeit und Luftmassen mit hoher Präzision aufnehmen, ermöglicht. Das Motorsteuergerät arbeitet nun die, in einem Chip (EPROM) gespeicherten Werte mit allen festgelegten Kennfeldern und Kriterien für Einspritzung, Zündung, Ladedruck und Lambda ab. So wird beispielsweise laufend in Abhängigkeit des Lastenzustandes und der Umgebungsparameter der beste Zündzeitpunkt bestimmt und die optimale Kraftstoffmenge in Verbindung mit dem idealen Einspritzzeitpunkt und dem passenden Ladedruck errechnet.

Diese Daten werden nun beim Chiptuning optimiert, d.h. die Kennfelder für Einspritzung (bei Benzinmotoren auch Zündung) und Ladedruckregelung, werden in Abhängigkeit zueinander über den gesamten Drehzahlbereich gemessen, ausgewertet und durch gezielte Computerprogrammierung in Abhängigkeit zu Last und Drehzahl im Toleranzbereich verändert. Dies geschieht in einer Weise, dass die maximale Leistung und das maximale Drehmoment, unter Berücksichtigung der Langlebigkeit des Motors sowie des minimalsten Kraftstoffverbrauchs, in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen. Dadurch wird eine höhere Leistung des Motors, vor allem aber auch ein wesentlich höherer Drehmomentverlauf erreicht. Leistungs- und Drehmomentsteigerungen zwischen 20% und 50% sind bei Turbomotoren, 8% und 12% bei normalen Saugmotoren realisierbar, wodurch Beschleunigung, Agilität und Höchstgeschwindigkeit erheblich verbessert werden. Der Motor wird insgesamt lebendiger und kraftvoller, wobei die Lebensdauer, sowie die Alltagstauglichkeit des Motors bei maßvollem Tuning, verantwortungsvollem Gebrauch und regelmäßiger Wartung ebenso wenig beeinträchtigt wird, wie beim Serienmotor.